Theodor Fontane: Mehr als Weisheit aller Weisen, galt mir Reisen, Reisen, Reisen – Der Schriftsteller, Journalist und Kritiker Heinrich Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren und am 20. September 1898 in Berlin gestorben, gilt als ein bedeutender Vertreter des Realismus. Während seiner Lehrzeit 1836 als Apotheker in Berlin kam er mit dem Literaturbetrieb in der Stadt in Kontakt, veröffentlichte 1839 seine erste Novelle «Geschwisterliebe».
Javier Marías: Der Gefühlsmensch – Roman – In einem Nachwort schreibt der Autor: «Der Gefühlsmensch ist eine Liebesgeschichte, in der die Liebe weder sichtbar ist noch lebt, sondern angekündigt und erinnert wird. Ist dies möglich? Kann etwas wie die Liebe, die immer dringend und unaufschiebbar ist, die Gegenwart und Erfüllung oder unmittelbare Zerstörung erfordert, angekündigt werden, bevor sie überhaupt existiert, oder wirklich erinnert werden, wenn sie nicht mehr existiert?
Annette Dittert: LONDON CALLING – Als Deutsche auf der Brexit-Insel – Annette Dittert schreibt in «LONDON CALLING»: «Ich bin noch immer hier. Auf Emilia, meinem kleinen Kanalboot, mitten in London. Noch immer hier zu Hause und verwurzelt, so gut das auf einem schwimmenden Domizil eben geht. Wenn auch mit zunehmend schwerem Herzen. Hope dies last, diesen Spruch gibt es nicht nur auf Deutsch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Steffen Kopetzky: Propaganda – Roman – John Glueck, Kopetzkys Held, kämpfte als US-Soldat im des zweiten Weltkriegs 1944 im Hürtgenwald in der Eifel. Kurz zuvor war er Student in New York, mit großer Liebe zur deutschen Kultur, dem Land seiner Vorfahren. Als Offizier einer Propagandaabteilung der US Army trifft Glueck in Frankreich auf sein Idol Ernest Hemingway. Der Kampf um den Hürtengwald nahe Aachen wird im Oktober 1944 zur «Allerseelenschlacht» mit über 15000 Toten.
Martin Walser: Mädchenleben oder Die Heiligsprechung – Legende – Im März 2020 feiert der Martin Walser seinen 93. Geburtstag. So beginnt seine Legende: «Ein Mädchen ist verschwunden. Ich spüre, dass man mich verdächtigt, deshalb bin auch ich verschwunden und schreibe jetzt, was ich weiß, um zu beweisen, dass nicht ich es war, der am Verschwinden des Mädchens schuld ist. Auf jeden Fall nicht mehr als jeder andere.»
SONJA M. SCHULTZ: HUNDESOHN ‒ Roman – Der Roman von Sonja M Schultz ist eine Hamburger-Hafen- und Kiezmilieu-Geschichte. Anders gesagt – es ist eine Geschichte über verkrachte Existenzen und Eigenbrötler. Der Protagonist heißt Hawk, der vor seinem gewalttätigen Vater, einem Eigentümer einer Hundezucht, flieht. Das ist für den Jungen aus der Provinz viel zu früh, auch der Weg in die große Stadt Hamburg. Hawk findet erst einmal Unterschlupf und auch Arbeit im Hafen.
EUGEN RUGE: METROPOL ‒ Roman – Der Roman konzentriert sich auf die Romanfiguren Charlotte und Wilhelm während der Jahre 1936 bis 1938 und ihre Tätigkeit für die sowjetische Agentenorganisation OMS. So nannte sich der Nachrichtendienst der Komintern, der weltweit zur Unterstützung der revolutionären Bewegungen und Parteien tätig war. Der OMS stellte nicht nur Pässe her, er lieferte Waffen und Geld, gab die Anweisungen der Komintern weiter.
Sebastião Salgado: MEIN LAND, UNSERE ERDE ‒ Autobigrafie – In ihrem Essay schreibt Isabelle Francq: «Eine Fotografie von Sebastião Salgado zu betrachten heißt, die Würde eines Menschen zu spüren. Es heißt begreifen, was es bedeutet, eine Frau zu sein, ein Mann, ein Kind. Sebastiãos Arbeiten bewegen mich schon lange: Mir gefällt die barocke Ästhetik seiner Bilder, das außergewöhnliche Licht, die Kraft, die von ihnen ausgeht, die Zärtlichkeit, die sie ausstrahlen und die das Beste in mir wachruft.»
Antje Vollmer / Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf ‒ Chronist im Jahrhundert der Extreme
Die Autoren Antje Vollmer (West) und Hans-Eckardt Wenzel (Ost). Unprätentiös mit dem «Epilog als Prolog», August 1991. Moskau. Zitat: «Der Moskauer Putsch vom Sommer 1991 war ein Versuch, diesen Auflösungsprozess zu stoppen. Er misslang und es misslang auch der Versuch Gorbatschows, die sowjetische Gesellschaft zu reformieren. Die Sowjetunion zerfiel.»
Balz Spörri, René Staubli, Benno Tuchschmidt: ‒ Die Schweizer KZ-Häftlinge ‒ Vergessene Opfer des Dritten Reichs – Ich kannte bis Dato nur einen Schweizer Bürger, der von den Nazis ins Konzentrationslager verbracht wurde: der Fotograf, Schauspieler und Filmregisseur Bernhard Wicki. Als Wicki am 5. Januar 2000 in München starb, erinnerte «Der Spiegel» in seinem Nachruf nicht daran, dass er 1939 für mehrere Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert war.
Peter Hoeres: ZEITUNG FÜR DEUTSCHALND ‒ Die Geschichte der FAZ – Die Frankfurter Allgemeine Zeitung prägt seit 70 Jahren parteilich die großen politischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland aus Sicht des Kapitals. Wenn es um das politische Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit geht, ist ihre Haltung nicht antifaschistisch. Keinen Streit gibt es im Blatt aus Frankfurt am Main um die Westbindung der Bundesrepublik, dafür muss über Russland wie auch China aufgeklärt werden.
Ulrike Hermann: DEUTSCHLAND, EIN WIRTSCHAFTSMÄRCHEN – Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind – In der Einleitung schreibt die Autorin: «Die Bundesrepublik wird jetzt 70 Jahre alt, und schon ihr Anfang ist sagenumwoben: Nach dem Zweiten Weltkrieg soll Westdeutschland angeblich einzigartiges „Wirtschaftswunder“ erlebt haben, das allein der Währungsreform zu verdanken sei. Wie in jedem Märchen gibt es auch einen Helden: Ludwig Erhard.
Raul Zelik: DIE LINKE IM BASKENLAND ‒ Eine Einführung – Der Band «Die Linke im Baskenland» ist Raul Zeliks jüngste Arbeit. Dazu schreibt er: «Viele Jahre wurde das Baskenland fast ausschließlich mit den Anschlägen der ETA in Verbindung gebracht. Die Bilder der Autobomben machten die Ursachen des Konflikts und Ziele der Unabhängigkeitsbewegung weitgehend unsichtbar.» Spanische und europäische Medien zeichneten das Bild eines ethnischen, gegen demokratische Grundrechte gerichteten Terrors.
Ilsa Barea-Kulcsar: TELEFÓNICA – Roman – Der Roman Telefónica überrascht, da er auch die politischen Differenzen zeigt, die bei den Verteidigern der 2. Spanischen Republik vorhanden sind. Als deutsche Journalistin und emanzipierte Frau mit einem politischen Weitblick, bringt sich die Autorin als Anita Adam im Roman ein. Auch sie will die Republik gegen den Franco-Putsch verteidigen. Hier muss sie vermitteln zwischen den Wünschen der internationalen Presse und der militärischen Geheimhaltung.
MARE-Bildband: Normandie fotografiert von Nicole Strasser – Jahr für Jahr erscheint im MARE-Verlag ein neuer Bildband. Nach Cornwall jetzt die über die französische Region Normandie. Hier leben rund 4 Millionen Menschen in den Départements Calvados, Eure, Manche, Orne und Seine-Martime. In seinem Vorwort Nikolaus Gelpke: Paris, die schönste Stadt der Welt, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Mittelpunkt der Welt für Künstler und Freigeister.
Lorenz Gallmetzer: Von Mussolini zu Salvini – Italien als Vorreiter des modernen Nationalpopulismus – Im September 2019 erschien sein Buch zu Italien mit dem Titel: «Von Mussolini zu Salvini» wo Gallmetzer zu Beginn die Frage stellt: «Was braut sich da zusammen?» Er schreibt: «Wenn von Regierungskrisen in Italien die Rede ist, dann schmunzeln Beobachter im restlichen Europa meist unbesorgt. Schließlich hat das Nachbarland in 70 Jahren auf fast ebenso viele Regierungen gebracht.
Antony Beever: Arnheim - Der Kampf um die Brücken über den Rhein 1944Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie am D-Day 6. Juni 1944 planten die Alliierten im niederländischen Arnheim einen Brückenkopf zu errichten, um von hier über den Rhein nach Deutschland vorzustoßen. Diese militärische Operation zwischen dem 17. und 27. September 1944 in den niederländischen Provinzen Noord-Brabant und Gelderland mit der Provinzhauptstadt Arnheim statt.
Detlef Stapf «Caspar David Friedrich» ist eine Biographie von seiner Geburt bis zum Tod am 7. Mai 1840 in Dresden. In 21 Kapitel blättert Detlef Stapf - dabei ist ihm jedes Detail Wert zum mitteilen - das Leben von Caspar David Friedrich, des wohl bedeutendster Künstler der romantischen Malerei auf. Mit seinen Arbeiten leistet Caspar David Friedrich einen originären Beitrag zur modernen Kunst. Hilfreich wäre bei dieser umfangreichen Biographie eine Zeittafel, dafür sind im Band 94 farbige Abbildungen.
Cesare Pavese: Der Genosse - Roman – Cesare Paveses Roman «Der Genosse» (Il compagno) gehört zu den Klassikern der italienischen Moderne die die Nachkriegsliteratur des Landes prägten. Cesare Paveses «Der Genosse» ist ein politischer Roman, der zeigt, wie Menschen politisiert werden, das auch vermittelt.
Empfehlenswert.
Christiane Neudecker: Der Gott der Stadt – Nun liegt ihr neuer Roman «Der Gott der Stadt» vor. Auf dem Klappentext lässt der Verlag schreiben: »Am Anfang steht der Tod. Jemand versinkt zwischen geborstenen Eisschollen im Wannsee und eine Leiche baumelt von der Decke eines Theaters. Die Todesfälle liegen Jahrzehnte auseinander, doch es ist der gleiche Todestag: der 16. Januar. 1912 ertrank Georg Heym beim Schlittschuhlaufen.
Pete Buttigieg: SHORTEST WAY HOME - Meine Vision für die Zukunft Amerikas – Der Autor ist der Gegenentwurf zur politischen Klasse in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Afghanistan-Veteran, seit 2012 Bürgermeister von South Bend hat viel bewegt, nie den Kontakt zur Basis verloren. Die New York Times erklärte sein Buch zum Bestseller. The Guardian schrieb «Die beste amerikanische politische Autobiografie seit Barack Obamas Buch: „Der Traum von meinem Vater“.»
Ottmar Ette (Hg.): Alexander von HumboldtHandbuch – Leben - Werk - Wirkung – Der umfangreiche Band, er wendet sich nicht nur an Wissenschaftler, gliedert sich in 7 ausführliche Kapitel, von «Einführung» bis zu «Wirkungen». Im Band ist eine ausführliche Zeittafel zu Alexander von Humboldt aufgeführt dazu 52 zum Teil farbige Abbildungen, ebenso umfangreich die Quellenangebe der Texte.
Bruno Kern: Das Märchen vom Grünen Wachstum – In seinem Buch fordert Ökosozialist Bruno Kern mit aller Dringlichkeit einen Systemwechsel. Es ist eine große Illusion nach einem ewigen «Weiter so», plädiert für eine kulturelle Ökonomie. In seiner Streitschrift stellt er den Kapitalismus mit seinen Verwertungszwängen, auch die heutige Industriegesellschaft in Frage. Nicht der Profit ist das Gebot der Stunde.
Benjamin Ziemann: Martin Niemöller – Ein Leben in Opposition – Nun liegt eine Biografie über den streitbaren Pfarrer Martin Niemöller, am 14. Januar 1882 geboren in Lippstadt, gestorben am 6. März 1984 in Wiesbaden, vor. Geschrieben wurde der Band vom Historiker Benjamin Ziemann, der mit einer Studie über ländliche Kriegserfahrungen in Bayern 1914 - 1923 promovierte. Seine Schwerpunkte sind die Friedensforschung, Militärgeschichte und Theorie der Geschichte.
Michael Brenner: Der lange Schatten der Revolution – Juden und Antisemiten in Hitlers München 1918 - 1923 – In München gab es seit 1918 die «Thule-Gesellschaft», ab 1919 das Freikorps von Franz Ritter von Epp und im Februar 1920 gründete sich die NSDAP. Das war die Vorahnung. München wurde später von den Nazis «Stadt der Bewegung» genannt, Thomas Mann nannte sie bereits 1923 die «Stadt Hitlers». Empfehlenswert besonders für Schüler.
Yves Buchheim: Buchheim – Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters - Unter der schwarz/türkis-blauen Regierung hat sich Österreich auf EU-Ebene als migrationspolitischer Hardliner positioniert und zum einen eine deutliche Abkehr von der traditionellen Orientierung an den westeuropäischen Nachbarn, zum anderen eine Annäherung an die Positionen Visegrád-Staaten vollzogen.»
Emmerich Tálos (Hg.): DIE SCHWARZ-BLAUE WENDE IN ÖSTERREICH - EINE BILANZ - Mit seinem Video am 18. Mai 2019 hat der Youtuber Rezo eine Lawine losgelöst. Seit 1.9.2019 18 Uhr ist eine 2te Lawine auf die Sozialdemokratie hinzugekommen; die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Und nach dem Rückzug von Andrea Nahles als Vorsitzende der SPD beginnt in den nächsten Wochen auf 23 Regionalkonferenzen die Suche nach der neuen Doppelspitze der Partei.
Matthias Krauß: Die große Freiheit ist es nicht geworden – Was sich für die Ostdeutschen seit der Wende verschlechtert hat – Es ist kein Gedankenspiel was Matthias Krauß in seinem Buch über die Wende und heute seinen Lesern anbietet. Erinnern wir uns - Niemandem werde es schlechter gehen hatte einmal Bundeskanzler Helmut Kohl den Ostdeutschen beim Eintritt in das vereinigte Deutschland versprochen. Davon ist nichts im Ostteil der Bundesrepublik eingetroffen.
Pablo Rudich: Dazwischendasein – Jüdisches Leben zwischen Czernowitz, Wien und Montevideo - Es ist eine der zahlreichen jüdischen Familiengeschichten die durch Vertreibung, Flucht und Exil geprägt wurde. Das Ehepaar Serafine König und Wolf Rudich mussten zuerst aus der multikulturellen Stadt Czernowitz im August 1914 nach Wien fliehen. Mit dem Anschluss Österreichs an das Großdeutsche Reich mussten wieder die Koffer gepackt werden, wurde das südamerikanische Montevideo zum Exil.
Cornelia Kogoj - Christian Kravagna: DAS AMERIKANISCHE MUSEUM - Sklaverei, Schwarze Geschichte und Kampf um Gerechtigkeit in Museen der Südstaaten - Die Wahl des US-Präsidenten Barack Obama im Amt vom 20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017, nährte in den Staaten die Illusion einer Gesellschaft ohne Rassismus. Aber es blieb die große Illusion. Mit dem Wechsel zum 45. US-Präsidenten Donald Trump ist eine US-Gesellschaft in weite Ferne gerückt.
Helmut Brandstätter: KURZ & NICKL – Die Koalition zwischen Österreichischer Volkspartei (ÖVP auch «türkis» bezeichnet) und der Freiheitlichen Partei Österreich (FPÖ – auch «blau» genannt) begann mit der Angelobung (in Österreich die feierliche Vereidigung) durch den Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen am 18. Dezember 2017. Bei den Parlamentswahlen am 15. Oktober 2017 war die ÖVP stärkste Partei geworden und die beschloss, mit der FPÖ in Koalitionsverhandlungen zu treten.
Georg Fransky Cabral: SEBASTIÃO – Eine Portugiesische Geschichte – Mit seinem Buch «SEBASTÃO» beschreibt Georg Fransky Cabral die portugiesische Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Über die Figur des König Sebastião erzählt er die Geschichte des Landes. Dom Sebastião I. wurde am 20. Januar 1554 als Sohn Johanna von Spanien und posthumer Sohn ihres Mannes Johann Manuel von Portugal geboren. Bereits drei Monate nach der Geburt von Sebastião verwitwete seine Mutter.
RUTGER BREGMAN: UTOPIEN FÜR REALISTEN – Der rororo-Band ist ein Weckruf wie auch ein Plädoyer für Veränderung in der Gesellschaft. Der Autor meint, die Zeit ist reif für eine 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen. Was ist heute? Die 35 oder 40 Stunden Woche wird derzeit von den Unternehmen ausgehebelt. Offene Grenzen zwischen der Bundesrepublik und Österreich, ebenso nach Dänemark gibt es nicht.
Mario Vargas Llosa: Der Ruf der Horde - Eine intellektuelle Autobiografie Seine Prosa ab 1959 sind mehr als 23 Arbeiten. Die jüngste Arbeit «Der Ruf der Horde» nennt Mario Vargas Llosa eine intellektuelle Autobiografie. Hier beschreibt der Autor seine geistige Entwicklung bis heute. Es geht auch um seine Distanz zum Kommunismus, seine Reise vor Jahren durch die Sowjetunion, die zu seinem Ende mit links wird.
Museum für bilden Künste Leipzig: Point of No Return – Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst – Die Novembergruppe war eine Künstlervereinigung, die sich am 3. Dezember 1918 in Berlin mit 170 Mitgliedern gründete. Den Namen gab der Gruppe die Novemberrevolution, die Monarchie für immer beendete. Mit dem simplen Untertitel «Wende und Umbruch in der ostdeutschen Kunst» wird der Name des Staates DDR, in dem die bildende Kunst einmal entstand, immer wieder ausgeblendet.
Sebastian Beck und Hans Kratzer: Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern – An einer anderen Stelle zum Begriff «Zeitlang» ist es Hans Wimmer, der zitiert wird: «Der Bildhauer Hans Wimmer wurde als Dorfbub häufig zum Sauhüten delegiert. Die dabei erlebte Langweile hat er in seinen Erinnerungen bildhaft dargestellt: „Auf dem Rückend liegend, die Füße übereinandergeschlagen, einen Strohhalm in dem Mund, so ergaben wir uns der Faulenzerei.»
DAS ROTE WIEN 1919-1934 – IDEEN – DEBATTEN – PRAXIS – Im MUSA – Museum auf Abruf – unweit des Wiener Rathauses wird bis zum 19. Januar 2020 die Ausstellung «DAS ROTE WIEN» bei freiem Eintritt gezeigt. Vom frühen Gärtnerglück der Siedlungsbewegung bis hin zu proletarischen Wohnpalästen, von Karl-Marx-Hof und dem Karl-Seitz-Hof, spannt sich ein mächtiger Bogen von sozialdemokratischer Geschichte in Wien in der Ausstellung.
Marion von Osten u. Grant Watson (Hg.) - bauhaus imaginista - Die globale Rezeption bis heute – Das Staatliche Bauhaus, heute nur Bauhaus genannt, wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. Nach Art und Konzeption war es etwas völlig Neues. Das Bauhaus stellte eine Zusammenführung von Kunst und Handwerkwerk dar. Es war die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert. Es bestand von 1919 bis 1933.
John Banville: Sparziergänge durch Dublin – John Banvilles «Sparziergänge durch Dublin» ist eine Ode an die Hauptstadt der Republik Irland, ist auch der besondere Ort der Sehnsucht seiner Kindheit. Als Kind durfte er an seinem Geburtstag die exzentrische Lieblingstante in Dublin besuchen. Die Stadt wurde für ihn der Ort der Verheißungen. Nachdem er nach Dublin gezogen war, sah er die Stadt mit realistischen Augen, doch ihm blieb weiter die Faszination, die sie auf Heranwachsender ausübte.
Krimireihe bei Hoffman und Campe – Georges Joseph Christian Simenon, am 12. Februar 1903 in Liége/Belgien geboren, gestorben am 4. September 1989 in Lausanne/Schweiz hat 75 Kriminalromane um die Figur des Kommissars Maigret geschrieben. Simenon verfasste über 100 Romane, 150 Erzählungen, etwa 200 Groschenromane und mehr als 1000 Kurzgeschichten, die er unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte.
Christoph Hein / Elmar Faber: Ich habe einen Anschlag auf Sie vor. - Der Briefwechsel – Der Verleger Elmar Faber starb am 3. Dezember 2017 in seinem Haus in Leipzig. Nach Sichtung seines Nachlasses ist die Korrespondenz mit Christoph Hein der dauerhafteste Schriftwechsel mit einem Autor. Im Frühjahr 1983 übernahm Elmar Faber als Verleger den Aufbau-Verlag in Berlin auch Hein, der einer der Autoren war. So beginnt ihre beruflich wie persönliche Korrespondenz.
Vom 18. April bis 19. August 2018 zeigte das «Museum der bildenden Künste Leipzig» die Ausstellung:
ARNO RINK – ICH MALE!
Aus diesem Anlass veröffentliche das Museum unter dem Namen der Ausstellung eine Publikation, die der Verlag Hirmer, München, veröffentlichte. Auf 233 Seiten wird mit Bild und Text das Werk von Arno Rink eindrucksvoll und fassettenreich vorgestellt.