16.10.2020
Hamburger Kunsthalle: Zwei Ausstellungen: MAX BECKMANN – weiblich-männlich
bis zum 24. Januar 2021

Es war die Pandemie, dass die Max Beckmann Ausstellung erst Ende September eröffnet werden konnte. Diese Ausstellung unterlieg den strengen Corona Auflagen. Der Zugang zur Ausstellung wird über ein »Einlassfenster-Ticket« geregelt.

Im Pressetext heißt es: »Die Ausstellung befragt Beckmanns Bilder sowohl auf ihre historische Bedeutung als auf ihre Aktualität für unsere Zeit. Seine prägnanten Selbstdarstellungen, seine Doppelbildnisse mit den Ehefrauen, die repräsentativen Porträts seiner Förderer und Mäzeninnen sowie mythologische und biblische Figurenbilder machen Grundkonstanten menschlichen Zusammenseins eindrucksvoll erfahrbar: Sie zeigen Begehren, Hingabe und Widerstreit, Macht und Ohnmacht, Freiheitsdrang und Verschmelzung.« Die Ausstellung untersucht zum ersten Mal die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in den Werken von Max Beckmann (1884-1950), einem großen Künstler der Moderne und kraftvollen Interpreten seiner Zeit.

Mit rund 140 Gemälden, Plastiken und Arbeiten auf Papier zeigt die Hamburger Ausstellung eindrucksvoll die Breite des Themas. Leihgaben für die Ausstellungen kommen aus öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslands. Darunter der sind Arbeiten aus dem Beckmann Nachlass, dem Städel Museum Frankfurt/Main, das Saint Louis Art Museum Missouri/ USA, und dem Stedelijk Museum in Amsterdam. Ergänzt wird die Ausstellung mit Arbeiten aus dem Bestand der Hamburger Kunsthalle.

MAKING HISTORY – Hans Markart und die Salonmalerei des 19. Jahrhunderts

Das größte Gemälde der Hamburger Kunsthalle (50 Quadratmeter) ist »Der Einzug Karl V. in Amsterdam« von 1878 des österreichischen Hans Makarart. Um dieses Gemälde versammeln sich in einer Petersburger Hängung 60 weitere Gemälde, darunter zahlreiche Arbeiten aus dem Jahre 1869, in diesem Jahr wurde die Kunsthalle eröffnet. Darunter auch Friedrich Karl Hausmanns »Galilei von dem Konzil« von 1861, das der Kunsthalle zur Grundsteinlegung 1863.

Der Makart-Saal bildet den Auftakt beim Rundgang durch die Sammlung der Kunsthalle. Es ist eine völlig neue Inszenierung von Kunst um das Ambiente der Sammlung - da die Arbeiten teilweise über 100 Jahre nicht gezeigt wurden. Nun sind diese historischen Bilder auf einer Samtbespannung für den Besucher wieder erlebbar, was geglückt ist.

Zur Ausstellung ist ein begleitender Katalog erschienen, der sämtliche Bilder vorstellt.
khw


Max Beckmann Katalog weiblich-männlich
240 Seiten - im Museumsshop 29,00 EUR

MANKING HISTORY
172 Seiten - im Museumsshop 25,00 EUR