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08.10.2026
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Martin Doerry, Hauke Janssen: AUGSTEIN – Ein deutsches Leben
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Im Vorfeld des 80-Jahre-Jubiläums des Magazins „Der Spiegel“ ist nach Otto Köhlers „Rudolf Augstein. Ein Leben für Deutschland“ und Peter Merseburgers „Rudolf Augstein: Der Mann, der den Spiegel machte“ unter dem Titel »Augstein. Ein deutsches Leben« ist die neue Biografie über den Gründer des Magazins »Der Spiegel« erschienen. Die Autoren, zwei ehemalige Mitarbeiter des Magazins, der ehemalige stellvertretende Chefredakteur des »Spiegel« Martin Doerry und der ehemalige Dokumentar des Magazins Hauke Jansen. Für ihre Biografie konnten die Autoren das erste Mal auf das komplette Spiegel-Archiv von 1850 Aktenordnern, die Korrespondenzen von tausenden Personen der Zeitgeschichte und das Rudolf-Augstein-Archiv mit seinen 250 Aktenordnern zurückgreifen.
Als eines von sieben Kindern wurde Rudolf Augstein am 5. November 1923 in eine katholische Familie in Hannover geboren. Seine Eltern Friedrich und Gertrude waren die Erben eines Weingroßhandels in Bingen am Rhein. Seine Schwester Ingeborg über ihren Bruder Rudolf: „Der konnte alles, der wusste alles“, dabei war er nur 1,69 Meter groß. Als Junge war er bei der Hitler-Jungend Rotten-Führer, stark beeindruckt von den Blitzsiegen der Wehrmacht gegen Polen und dann im Westen gegen die Niederlande, Belgien und Frankreich. Sein Abitur im März 1941 zeichnet ihn aus mit einer „1“ in Deutsch und begann Balladen und Gedichte zu schreiben. An die NS-Zeitung »Das Reich«, in der jede Woche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels einen Kommentar schreibt, sendet er Leserbriefe. Seine Hymnen auf Hitler wurden aber kein Erfolg in dem Blatt. Im April 1941 ist Augstein Volontär beim »Hannoverschen Anzeiger«, muss aber kurz darauf zum »Reichsarbeitsdienst«. Im April 1942 zur Wehrmacht eingezogen, ist im November an der Ostfront Funker bei Woronesch am Don. Da war die 6. Armee in Stalingrad bereits fast eingekesselt – damit geht es bereits mit schnellen Schritten auf den Untergang der Nazi-Herrschaft zu. Schlusspunkt ist der Selbstmord Hitlers und die bedingungslose Kapitulation am 8. Mai 1945.
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Nach seinem Kriegsdienst als vorgeschobener Funker mit Granatsplitterverletzungen im Körper, die ihm sein ganzes Leben Beschwerden bringen, als Leutnant der Reserve entlassen. Kehrt nach Hannover zurück und findet Arbeit beim neuen »Nachrichtenblatt« der britischen Militärbehörde. Bekommt Kontakt zu britischen Besatzungsoffizieren, die nach Lizenzträgern für die neuen Zeitungen suchen. Im November 1946 gründeten die drei britischen Presseoffiziere John Chaloner, Harry Bohrer und Henry Ormond das Magazin »Diese Woche«, es orientierte sich stark an britischen und amerikanischen Nachrichtenmagazinen. Den Briten war die Zeitung wegen ihrer kritischen Haltung zu unbequem so übergaben sie es an Rudolf Augstein, der bei »Diese Woche« mitarbeitete. Nach der 5. Ausgabe von »Diese Woche« brachte am 4. Januar 1947 Rudolf Augsteins die neue Zeitschrift »Der Spiegel« an die Zeitungskioske, war gleichzeitig ihr Chefredakteur und Herausgeber, es erschien unter der Aufsicht der britischen Militärbehörden.
Eine der ersten Serien, die im Blatt veröffentlicht wurden, hatte den Titel: »Nacht der langen Messer … fand nicht statt« über die Säuberung der SA im Juni 1934, bei dem der SA-Führer Ernst Röhm und weitere 100 SA-Männer auf Befehl Hitlers und Himmler ermordet wurden. Geschrieben war der Beitrag vom Juristen Rudolf Diels, ein früher Gefolgsmann von Hermann Göring und Gestapo-Chef. Diels musste seinen Platz mit Heinrich Himmler tauschen, wurde mit Amt eines Regierungspräsidenten zuerst in Köln dann Hannover entschädigt. Bei der britischen Militärbehörde erregte der Beitrag Widerstand und forderte den Spiegel nach der dritten Fortsetzung am 3. Juni 1949 zur sofortigen Einstellung der Serie auf. Aber erst nach der Neunten von ursprünglich 20 geplanten Folgen wurde die Serie eingestellt.
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Als nächster Nationalsozialist verpflichtet Augstein den früheren Reichskriminalrat Bernd Wehner, der über spektakuläre Kriminalfälle aus der Zeit vor 1945 schreiben wollte. Was er aber nicht sagte, dass er 1942 zum Hauptsturmführer der SS beförderte wurde und über der Verwicklung seines unmittelbaren Vorgesetzten Arthur Nebe im Holocaust, als Leiter der Einsatzgruppe B mehr als 45.000 Menschen hinter der Front hat umbringen lassen. Wer aber die auf 30 Folgen angelegte Serie »Das Spiel ist aus – Arthur Nebe. Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei« dann schrieb, ist unklar. War es Bernd Wehner oder seine Frau Lydia, die den 250 Seiten starken Rohentwurf an Spiegel schickte oder war es der Spiegel-Herausgeber selbst? Sicher ist, dass Augstein den Beitrag zur druckbaren Form verhalf.
Danach meldeten sich zwei ehemalige SS-Offiziere Horst Mahnke und Georg Wolff. Die beiden Männer schrieben nun eine sechsteilige Serie für den Spiegel über den Kaffeeschmuggel, der von einem Netz jüdischer Geschäftsleute betrieben wurde. Augstein machte beide Autoren zu Ressortleitern. Wolff wurde später stellvertretender Chefredakteur beim Spiegel, schrieb bis 1978 mehr als sechzig Titelgeschichten.
1952 zog Der Spiegel von Hannover nach Hamburg ins Pressehaus am Speersort um. In diesen Jahren gelang ehemals hochrangigen Nationalsozialisten in der Bundesrepublik die Rückkehr in eine bürgerliche Existenz. Dazu zählt auch Goebbels´ Pressereferent Wilfried von Oven. In der Spiegel-Redaktion erzählte er gern von seiner Zeit bei Goebbels. Der Mann ging später als Korrespondent des Spiegels und weitere Zeitungen nach Südamerika. Wie lange Oven für den Spiegel gearbeitet hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Seine Beiträge dürften über die Schreibtische der ehemaligen SS-Offiziere Mahnke und Wolff in den Spiegel gelangen.
Das NSDAP-Mitglied Paul Fidrmuc als Spion in Lissabon stationiert, hatte den D-Day ermittelt, wurde 1945 von den Amerikanern ins Gefängnis gesteckt, ließen ihn aber bald wieder laufen, da man im Kalten Krieg Agenten wie ihn benötigte. Er lebte in Barcelona, arbeitet für Francos Geheimdienst als Journalist getarnt. Augstein hatte ihn an das Auslandsressort verwiesen, schrieb Artikel und stand 1952 und 1953 sogar im Impressum. Man betrachtete seine Beiträge mit Skepsis, sie waren teilweise recht blumenreich geschrieben. Es arbeiteten weitere Mitarbeiter des NS-Regimes beim Spiegel, die teilweise an Verbrechen verstrickt waren: Der ehemalige SS-Sturmbannführer Walter Zirpins, der während des Krieges im Ghetto Litzmannstadt die Kriminalpolizei leitete, 1951 als freier Mitarbeiter dem Spiegel einen Artikel über zwei Sprengstoff-Attentate lieferte. Der frühere SS-Obersturmführer Hans-Wilhelm Rudolph, der ab 1952 in der Auslandsredaktion, 1953 in die Dokumentation wechselte und 1958 den Spiegel verließ. Der SS-Untersturmbandführer Hans Matthiesen der beim SD im besetzten Dänemark war, beim Spiegel von 1953 bis 1967 als Chef vom Dienst arbeitete. Paul Karl Schmidt, leitete die Presseabteilung des Auswärtigen Amtes unter Joachim von Ribbentrop, war zwischen 1956 und 1959 an zwei Serien im Spiegel beteiligt. Außerdem vier Soldaten der Waffen-SS: Jochen von Lang schrieb 1947/48 für den Spiegel; Ferdinand Simoneit war von 1955 bis 1970 Korrespondent in Düsseldorf; Mainhardt Graf Nayhauß von 1956 bis 1958 Korrespondent Bonn; Rudolf Glismann von 1959 bis 1994 Redakteur im Wissenschaftsressort.
Auch ehemalige Nationalsozialisten aus NS-Blättern und den Propagandakompanien fanden früh ihren Weg in die Redaktionen des Spiegels: Benno Wundshammer als Journalist und Fotoreporter arbeitete vom Sommer 1948 bis zum Herbst beim Spiegel, gehörte im Zweiten Weltkrieg einer Propagandakompanie der Luftwaffe an; Werner Hühne, Mitarbeiter verschiedener NSDAP-Zeitungen und Mitglied von SA und Partei war Chef vom Dienst und verließ den Spiegel 1951; der Journalist Walter Henkels schrieb als freier Mitarbeiter für den Spiegel zwischen Ende 1946 und 1949, arbeitete als Kriegsberichterstatter der Luftwaffe und für die Zeitschrift Das Reich; Max Ehlert Fotograf, gehörte von 1947 bis 1966 der Redaktion an und zeichnete für zahlreiche Spiegel-Titelbilder verantwortlich, bereits seit 1932 war er Mitglied der NSDAP, fotografierte die Reichsparteitage und arbeitete für eine Propagandakompanie; Hans-Jürgen Schulte-Strathaus, hatte vor 1945 bei der NS-Zeitung Rheinfront in Ludwigshafen gearbeitet, verließ den Spiegel Ende 1951; der Schriftsteller und Journalist Hans Bayer, später unter den Namen Thaddäus Troll, war von 1947 bis 1955 von Stuttgart aus für den Spiegel tätig, war Angehöriger einer Propagandakompanie berichtete aus Polen und über den Krieg gegen die Sowjetunion; Kurt Blauhorn, seit 1938 Mitglied der NSDAP, seit 1939 »SS-Bewerber«, und ab 1942 Kriegsberichterstatter an der Ostfront, trat 1950 offiziell in die Spiegel Redaktion ein, arbeitete bis 1952 als Leiter Ausland und dann als Chef des Ressort »Inland-Dienst«; Robert J. Greiff arbeitete im besetzten Polen als Journalist für die Krakauer Zeitung und den Ostdeutschen Beobachter, von 1959 bis 1963 leitete er das Auslandsressort beim Spiegel.
Hinzu kam eine Reihe ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die wichtige Funktionen im Spiegel-Verlag hatten: Augsteins Bruder Josef, der in den ersten Jahren als Rechtsbeistand seines Bruders arbeitete. Der Verleger John Jahr, von 1951 bis 1961 Teilhaber beim Spiegel. Der Druckereibesitzer Richard Gruner, von 1961 bis 1969 Teilhaber am Spiegel. Claus Jacobi, der 1952 beim Spiegel begann, zunächst Korrespondent in Bonn und Washington, dann von 1962 bis Ende 1968 Chefredakteur. Karl Friedrich Grosse, kam 1953 zum Spiegel, war bereits 1931 in die Partei eingetreten, hat unter Ribbentrop im Auswärtigen Amt den Pressclub geleitet, bis 1958 beim Spiegel als Korrespondent in Berlin. Hermann Blome, von 1949 bis 1977 beim Magazin, zuletzt Büroleiter in Bonn. Hans Schmelz, von 1955 bis 1977 beim Spiegel, Co-Autor des Titels »Bedingt abwehrbereit« der 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste. Hans-Roderich Schneider, von 1961 beim Spiegel, ab 1965 bis 1968 Büroleiter in Bonn. Ernst Goyke kam 1962 von der Bild-Zeitung, leitete ab 1969 kommissarisch das Bonner Spiegel-Büro, schied Anfang 1970 aus der Redaktion wieder aus. Hans Dieter Jaene, 1946 bei Diese Woche, von 1947 bis 1966 bei Spiegel (mit Unterbrechung 1958/1959) zuletzt stellvertretender Chefredakteur.
Als im Mai 1960 Adolf Eichmann, der Organisator der Judenvernichtung in Argentinien durch den israelitischen Geheimdienst verhaftet und nach Israel gebracht, wo in Jerusalem der Prozess stattfindet. Der Spiegel berichtet mit dem frivolen Titel »Der Endlöser« über den Prozess. Damit wurde der israelitischen Regierung unterstellt, der Prozess findet nur statt, um moralischen Druck auf die Bundesrepublik auszuüben. Solche antisemitischen Äußerungen im Spiegel erschienen in den ersten 20 Jahren häufiger. Ist die Ursache, dass zahlreiche Nazis beim Spiegel beschäftigt wurden? Das änderte sich erst mit den Frankfurter Ausschwitz Prozessen, die vom Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer vorbereitet waren, begangen nur durch seinen hartnäckigen Einsatz. Auch die Protestbewegung ab 1960 trug zu Veränderungen bei.
Die »Spiegel-Affäre« 1962, in deren Verlauf Rudolf Augstein drei Monate lang im Gefängnis saß, der Vorwurf Geheimnisverrat, wurde der damalige CSU-Vorsitzende und Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zu seinem Intimfeind. Anlass des massiven Eingriffs in die Pressefreiheit war die Spiegel Titelgeschichte »Bedingt Abwehrbereit«, mit der das Blatt die Bundeswehr kritisierte. Konrad Adenauer sprach sogar von einem »Abgrund an Landesverrat«. Überall in der Republik kam es zu gewaltigen Protesten und Solidaritätskundgebungen. Die Auflage des Spiegels stieg rapide auf eine Million Exemplare an. Damit war das viel zitierte »Sturmgeschütz der Demokratie geboren«. Das führte auch dazu, dass es am Montagmorgen in den Ministerien und Behörden erst einmal eifrige Lesestunden gab – welchen Skandal gibt es nun? Später hatte Der Spiegel mit „Bild am Montag“ seinen Spitznamen weg.
Der alleinige Spiegel Eigentümer und mehrfacher Millionär Rudolf Augstein war 1969 gern gesehener Partygast in Hamburg wie auf Sylt, wo er ein Haus besaß. Später kam am Mittelmeer in Saint-Tropez ein weiteres Haus dazu. 1970 hatte er bereits schon drei Ehen hinter sich, dazu auch Liebschaften, häufig mit jungen Spiegel-Redakteurinnen. Jede junge Kollegin, der Augstein begegnete, musste damit rechnen, zum Objekt seines Eroberungsdranges zu werden.
Über die Forderung einer demokratischen Mitbestimmung gab Anfang 1970 mit Augstein Konflikte. Während sich die Redaktion des »Sterns« ein Redaktionsstatut erkämpfte, war Ruhe beim Spiegel. Als dann Augstein für alle die im Verlag arbeiten eine 50 Prozent Eigentum am Verlag des Spiegels vorschlug, war Ruhe. Aber es kam doch anders. Die Palastrevolution hatte bereits einigen Schaden angerichtet, so verkauft Augstein im Januar 1971 25 Prozent der Verlagsanteile an den Verlag Gruner + Jahr. Gekündigt wurden vom Verleger die Linken, die für eine Redaktionsstatut eintraten: Alexander von Hoffmann, Walter Knips, Hermann Gremliza und Bodo Zeuner. Einige Monate später wird Otto Köhler und Dieter Brumm gekündigt. 1974 erfolgt die Schenkung von 50 Prozent des Verlages an die Belegschaft, aus der die Spiegel-Mitarbeiter KG hervorgeht.
Ein Gastspiel im Deutschen Bundestag gibt Augstein 1972. Eine Kandidatur hatte erstmals 1957 und 1969 erwogen. Bei seiner Kandidatur des Quereinsteigers Augstein musste an der Basis der FDP mit Widerstand gerechnet werden. Von den FDP-Kreisverbänden Paderborn und Rheda-Wiedenbrück erfolgte seine offizielle Nominierung. Bei der Bundestagswahl am 19. November 1972 verbesserte Augstein die Prozente der FDP nur geringfügig von 3,4 auf 4,1 Prozent verbessern. Auf Platz 9 der nordrhein-westfälischen Landesliste der FDP abgesichert, zog er in den Bundestag ein. Nicht einmal drei Monate hielt er es im Bonner Parlament aus.
Zeitlebens pflegte Augstein antiamerikanische Ressentiments, titelte einen seiner Beiträge mit »Ami go home!«. Er traf Leonid Breschnew am 26. Oktober 1981 im Kreml und war auch gegen den Nato-Doppelbeschluss zur Abwehr der russischen SS-20-Atomraketen. Auch schrieb er gegen Helmut Kohl, der den Doppelbeschluss umsetzte, mehrere Titelgeschichten gegen den Bundeskanzler. Versöhnung mit Kohl kam nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung, sandte ihm einen Glückwunsch.
Seine jahrzehntelange Alkoholsucht hatte Spuren hinterlassen. Er nahm Antidepressiva und Schlafmittel, war zu Entziehungskuren, war häufig nicht mehr ansprechbar. Die Ärzte diagnostizierten beim ihm eine Leberzirrhose, ein sogenanntes Plasmozytom, eine Krebserkrankung im Knochenmark.
Am 13. Oktober 2000 heiratet Rudolf Augstein Anna Maria Hürtgen in einer Blitzheirat im dänischen Tondern zum fünften Mal. Sein Wunsch, dass diese Hochzeit geheim bleibt, erfüllt sich nicht. In den Kopf gesetzt hatte er sich eine Titelgeschichte über Magda Goebbels, die Frau des Propagandaministers, für das Blatt zu schreiben, die einst im Führerbunker ihre sechs Kinder tötete. In der Chefredaktion stieß das Thema auf einen entscheidenden Widerstand. War das Thema wieder da einer der Nazi-Obsession, die das Land einmal im Griff hatte? Rudolf Augstein starb zwei Tage nach seinem 79. Geburtstag, am Donnerstag, den 7. November 2002. Am 25. November versammelte sich die Trauergemeinschaft in der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis zur Beerdigung des Ehrenbürgers von Hamburg Rudolf Augstein.
In der Biografie verzichteten die Autoren auf jedes Résumé. Lesenswert.
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Martin Doerry, Hauke Janssen: Augstein – Ein deutsches Leben
C. H. Beck Verlag, München 2026
533 Seiten – Illustriert – 34,00 EUR
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