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Zu Labruffes Einflüssen zählen die Schriftstellerin Marguerite Duras und das Mitglied der Académie française Alain Robbe-Grillet. Im Klappentext heißt es: Sein Buch ist zugleich ein Roman noir und eine absurde Komödie in drei Akten. Als seine koranische Freundin eines Abends wie nebenbei fallen lässt, dass sie einen »gefrorenen Onkel« in Kanada habe, wird der Erzähler hellhörig. Er spürt, dass er sie nur dann wirklich verstehen wird, wenn er ihre Herkunft versteht. Minkyung macht sich, leicht widerstrebend mit ihm auf die Suche. Manch kulturelle Verschiedenheit und entzückende Sprachhürden erschweren den Zugang zur koranischen Realität und Geschichte und zu den geschwärzten Stellen in der Familienbiografie. Und doch nähert sich das Paar im verliebten Streit- und Zwiegespräch vielen unbeantworteten Fragen: Weshalb schickt ein Vater seine Söhne so weit fort? Erst nach China, dann nach Übersee? Welche Hoffnung liegt in Kanada für einen Menschen aus Korea? Weshalb ist der Onkel geflohen, weshalb ist der Onkel erfroren? Und: Kann man absichtlich den Verstand verlieren?
Das Buch gibt Einblick in die Verrücktheit wie das Schweigen der Koreaner. Lesenswert.
khw
Alexandre Labruffe: COLD CASE – Roman
Aus dem Französischen von Frank Sievers
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2026
187 Seiten – 24,00 EUR
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