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Die historischen Vorfälle bildenden die Basis für den Roman, der nicht wie in einem Geschichtsbuch erzählt, sondern sind in Erzählungen eigebunden ist. Mit kurzen Zitaten stimmt der Autor den Leser auf den nächsten Abschnitt ein, so vermittelt er auch Atmosphäre. Die afrikanischen Geschichten sind viel stärker von Mythen, Magie und Bildern geprägt als Geschichten in Europa.
Im Zentrum des Romans steht der deutsche Überfall, der Tod und Verderben bringt und der Grenzfluss Rovuma. Dazu eine unheimliche Krankheit, deren Ursprung nicht zu erklären ist. Die Menschen verlernen Lesen und Schreiben, dabei ist der Fluss gleichzeitig die Metapher für das Vergessen.
Mit seinem Roman bringt Mia Couto den Leser nicht nur eine nur eine exotische afrikanische Welt näher, sondern zeigt ihm Gewalt, Rassismus wie den Kolonialismus. Lesenswert.
khw
Mia Couto: Der blinde Fluss – Roman
Übersetzt von Barbara Mesquita
Unionsverlag, Zürich 2026
246 Seiten – 24,00 EUR
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