23.09.2026
Alexander Pechmann: Die Bibliothek der verlorenen Seelen –
Eine Reise durch die Weltliteratur der Geister, Dämonen und Spukgestalten

Alexander Pechmann, 1968 in Wien geboren, ist ein österreichischer Autor, Herausgeber und Übersetzer englischsprachiger Literatur. Er studierte amerikanische Literaturwissenschaft, Soziologie und Psychologie, promovierte an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaft. Pechmann übersetzte u. a. Paula v. Rosthorns, Mary Shelley, Herman Melville, Robert Louis Stevenson, Jack London und Mark Twain. Seine eigenen 5 Romane von „Sieben Lichter“ bis „Die Insel des kleinen Gottes“ wie auch der neueste „Die Bibliothek der verlorenen Seelen“ sind im Steidl Verlag Göttingen erschienen. Illustriert von Paloma Tarrío Alves, 1993 in A Coruña in Galicien / Spanien geboren, studierte sie in Barcelona Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Druck, Gestalterin im Steidl Verlag.

Der Autor begibt sich auf Spurensuche nach Schriftstellern, die sich nicht dem Reiz des Unheimlichen wie auch die mit ihren Geschichten dem Leser Angst einjagen können. Der Band von Paloma Tarrío Alves illustriert, hat Alexander Pechmann u. a. Arbeiten von Charles Dickens, Algernon Blackwood, Théophile Gautier, Thomas Mann und Henry James ausgewählt. Der Titel: „Die Bibliothek der verlorenen Seelen“ führt den Leser in die Weltliteratur ein, die sich Gespenster- und Geistergeschichten verschrieben haben und zur literarischen Kunstform entwickelten.

So ist „Die Bibliothek der verlorenen Seelen“ auch den Schriftstellerinnen und Schriftstellern gewidmet, die Gespenstergeschichten zur Kunstform in der Literatur erheben.

Sie konnten sich nicht dem Reiz des unheimlichen entziehen. Ihre Gespenster und Spukgestalten stehen in der Tradition von Gustav Meyriks „Golem“, Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ oder Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari“.

Das Buch hat 5 Kapitel, beginnt mit der Einleitung Regentropfen, es folgen die Kapiteln „Die Quelle der Dämonen“, „Der Fluss der Geister“, „Die Flut der Phantome“, „Das Meer der Seelen“ und „Der Nebel der Nachtgestalten“. Die „Regenwolken“ sind der Schluss des Buches.

Dem Autor gelingt es mit seinen Geschichten (und geschrieben) den Leser in fesselnde Atmosphären zu bringen. So zieht Alexander Pechmann mit seiner Bibliothek in Welt der Dämonen und Geister ein. Nur der Autor glaubt selbst nicht an Spuk wie Gespenster. Ein lesenswertes Buch.
khw


Alexander Pechmann: „Die Bibliothek der verlorenen Seelen“
Eine Reise
durch die Weltliteratur der Geister, Dämonen und Spukgestalten
Illustriert von Paloma Tarrío Alves

Steidl Verlag, Göttingen 2026
288 Seiten – Leinenband mit Leseband – 34,00 EUR