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19.06.2026
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Klaus Gietinger: TOTE AUF URLAUB – Berlin 1919 – Roman
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Der Autor Klaus Gietinger, am 28. Februar 1955 in Lindenberg im Allgäu geboren, arbeitet als Buch- und Drehbuchautor, Filmregisseur und hat Sozialwissenschaft an der Georg-August-Universität in Göttingen studiert. Drehte 1979 über den Allgäuer Bauernkrieg einen Spielfilm mit dem Titel „Lond it luck“ (Lass nicht locker), der auf einer Reise durch das Allgäu in Mehrzweckhallen und Hinterzimmern vor Tausenden von Zuschauern gezeigt wurde. Der Film führte zu Diskussionen über die Nachwirkungen von heute. Es folgten zwei Filme für das ZDF in der Reihe das Kleine Fernsehspiel. Er führte Regie bei der ZDF-Kinderserie Löwenzahn und einen Dokumentarfilm über Hitlers „Mein Kampf“, eine Gemeinschaftsproduktion von Tellux/ARD-Alpha.
Politisch stark interessiert, recherchierte Klaus Gietinger die Hintergründe der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Seine These ist, dass es politische Morde waren, das mit Billigung von Gustav Noske (SPD), der sich bei der November Revolution 1918 an die Spitze des Kieler Soldaten und Arbeiterrates stellte. Während der folgenden und politischen Auseinandersetzungen 1918 – 1920 trug er die Verantwortung für die Niederschlagung der kommunistischen Aufstände durch die republikfeindlichen Freikorps. Kaum ein Autor hat sich so intensiv mit der deutschen Novemberrevolution von 1918 zu seinem Thema gemacht wie Klaus Gietinger. Das Ergebnis sind mehrere Sachbücher zu diesem historischen Ereignis, stets immer mit neuen Aspekten und Sichten. Nun hat Klaus Gietinger zu diesem Thema einen Politikthriller geschrieben über das Berlin 1919, es beginnt kurz nach der Novemberrevolution das Kaiserreich endete und die Republik einen schwierigen Start hatte. Im Vorwort zu seinem neuen Roman schreibt der Autor: „Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert, wie in jener Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde und nicht nur das. Da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919 schon und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Ermordete und Ermordete“, wie Paul Levi, Anwalt und zeitweiliger Lebensgefährte Rosa Luxemburgs, es schon 1929 in einem berühmten Plädoyer gut drei Jahre vor dem deutschen Faschismus ausdrückte.
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Seinem Buch hat Klaus Gietinger folgende Zeilen vorangestellt: „Die Handlung folgt recht genau wahren Ereignissen. Mit einer Ausnahme: Die zwei Kriminalermittler, Hauptpersonen des Romans, haben nie gelebt, die anderen schon.“ Bei den zwei Personen handelt es sich um die Kriminalassistentin Cläre Reichelt und den Kriminalkommissar Richard Brinkmann. Auf der Rückseite steht: „Der Roman taucht ein ins unruhige Berlin des Jahres 1919, kurz nach der Novemberrevolution, die das Ende des Kaiserreichs brachte. Der konservative Kriminalkommissar Richard Brinkmann und die mit den revolutionären Ideen sympathisierende Kriminalassistentin Cläre Reichelt ermitteln in einem der spektakulärsten Doppelmorde der deutschen Geschichte, dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Bernhard Weiß, liberaler Vizekriminaldirektor, der von den Antisemiten als „Isidor“ verhöhnt, deckt die Recherchen der beiden. Dies, obwohl nur die Militärjustiz, im Auftrag der SPD-Regierung, den Fall behandeln soll. Schnell zeigt sich, dabei wird vertuscht. Brinkmann und Reichelt entdecken schließlich eine heiße Spur ganz nach oben. Und geraten in den Strudel der aufkommenden Gegenrevolution. Ein empfehlenswerter Roman.
khw
Klaus Gietinger: TOTE AUF URLAUB – Berlin 1919 – Roman
Verlag DIE BUCHMACHER c/o Association 14a
Oranienstraße 14a, 10999 Berlin, Berlin 10000
Historische Zeittafel und Personen
492 Seiten – 18,00 EUR
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