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19.06.2026
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SEBASTIAN HAFFNER: DER TEUFELSPAKT –
Eine Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen
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Es ist Haffners scharfsichtige Analyse der deutsch-russischen Beziehungen die 1917 beginnen und beim Autor 1961 enden. Am Beginn dieser Beziehung steht Lenins Eisenbahnfahrt aus Zürich mit einem plombierten Wagen durch das Kaiserreich Wilhelm II. über Skandinavien ins russische Petersburg, um an der Revolution teilzunehmen und zu lenken. In seinem Buch – erstmals 1968 veröffentlicht – analysiert Haffner den Zeitraum von 1917 – Reise mit dem plombierten Eisenbahnwagon, dem Rapallo-Vertrag vom 16. April 1922 bis zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Die Beziehungen sind für Haffner der „Teufelspakt“, damit für beide Teile eine Verbindung nur kurzfristig nützlich, aber langfristig verhängnisvoll.
Der Autor Sebastian Haffner, am 27. Dezember 1907 in Berlin als Raimund Werber Martin Prenzell geboren, gestorben am 2. Janaur 1999 ebendort, war ein promovierter Jurist, wendete sich in den 1930er Jahren dem Journalismus zu. Im Zweiten Weltkrieg im Exil in Großbritannien arbeitet er für die Zeitung Observer, für die er in den 1950er Jahren als Korrespondent in die Bonner Republik zurückkehrte. Er wird Kolumnist für die Zeitschrift „stern“ in Hamburg, ist Verfasser biografischer und zeitgeschichtlicher Bücher, die sich mit deutscher und europäischer Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts befassen. Große Beachtung fanden seine Schriften über Adolf Hitler und den Nationalsozialismus.
Sebastian Hafner war auf kein politisches Lager festzulegen. Argumentierte er in den 1950er Jahren noch antikommunistisch, näherte er sich zum Ende der 1960er Jahre politisch dem linken Spektrum an, entfernte sich aber später wieder.
In seinem Buch „Der Teufelspakt“ erzählt der Autor die deutsch-russische Geschichte als Chronik der Widersprüche. Ist aber auch ein Drama von Prinzipienlosigkeit von 1917 bis zum Bau der Mauer im August 1961. Haffners Buch, das auf einer Serie in der Zeitschrift „stern“ im Jahr 1968 beruht, in dem Haffner in der Serie die Erkenntnisse in den deutsch-russischen Beziehungen erkenntnisreich darstellte. Sein großes Verdienst ist auch, dass er erstmalig und unmissverständlich den deutschen Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion als Barbarei das herausarbeitet und auch mitteilt. Hitler und sein Anhang hatten die fixe Idee der Schaffung eines östlichen Kolonialreiches, aus dem nach dem Sieg der Sowjetischen in der Schlacht um Stalingrad nichts mehr wurde.
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Da kann auch Karl Schlögels mit seinem Anhang „PARADOXIEN DER GESCHICHTE, ZEIT DER DERUPTIONEN“ in der Neuauflage von Sebastian Haffners „DER TEUFELSPAKT“ nicht eine andere Sicht geben.
Sollte nicht jetzt erneut der Versuch unternommen, werden zwischen Russland und der Bundesrepublik Deutschland einen neuen Weg für Beziehungen zu finden, dass nicht eine erneute Aufrüstung stattfindet. Darüber einmal nachzudenken, dazu regt auch Sebastian Haffners neuentdeckter Titel „Der Teufelspakt“ an.
khw
SEBASTIAN HAFFNER: DER TEUFELSPAKT
Eine Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen
Die große Wiederentdeckung mit einem Nachwort von Karl Schlögel
Carl Hanser Verlag, München 2026
224 Seiten – 24,00 EUR
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