25.11.2025
Eine fragwürdige Versteigerung

Das Neusser Auktionshaus, Inhaber ist der öffentlich bestellte, von der IHK vereidigte Auktionator Lothar P. Giesen versteigert Dokumente aus den Nazijahren. In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 16. November 2025 berichtete der Deutschlandfunk von einer geplanten Auktion der Versteigerung von Dokumenten aus der NS-Zeit einen Tag später in dem Auktionshaus von Lothar P. Giesen in Neuss in Nordrhein-Westfalen. Das Internationale Auschwitz Komitee kritisierte diese Versteigerung von Dokumenten aus der NS-Zeit, fordert das Auktionshaus auf, die für den 17. November geplante Auktion abzusagen. Mit dem Leid aller Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden, darf nicht für kommerziellen Interesse missbraucht werden. Die Dokumente von Verfolgung und des Holocaust gehören den Familien der Opfer, sollten nicht Handelsobjekte werden. Nach Angaben des Auschwitz Komitees werden angeboten Briefe aus Konzentrationslagern, Karteikarten der Gestapo sowie weitere Täterunterlagen.

Das Neusser Auktionshaus sichert sich zu den Versteigerungen von Zeitgeschichtliche und Militärisch-Historische Exponate so ab: Solange der Kataloginhaber sich nicht gegenteilig äußert, versichert er, dass er den Katalog und die darin enthaltenen zeitgeschichtlichen und militärhistorischen Bücher, Schriften, Embleme etc. aus der Zeit von 1933 bis 1945 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens oder militärischen Forschung erwirbt (§ 86a STGB).

Wir bieten diese Gegenstände, die mit Emblemen und Texten des Dritten Reiches versehen sind, nur unter diesen Voraussetzungen an.
khw
Ein Auschnitt von den Nazidevotionalien