Mehr als ein Jahr später hat der Präsident der Regionalregierung Valencias Carlos Mazón die politische Konsequenz gezogen, ist Anfang November 2025 zurückgetreten. Der Politiker ist Mitglied der Partido Popular, erklärte auf seiner Pressekonferenz: „Der Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete erfordere eine besondere Kraft, dazu habe weder ich noch meine Familie die Kraft.“ Gleichzeitig appelliert er an die nationalkonservative, rechtspopulistische und europäische Partei Vox gemeinsam mit der PP einen Interimspräsidenten der Generalität Valencia zu vereinbaren. Bis dahin werde Carlos Mazón aber weiter im Amt bleiben. Die aktuelle Mehrheit des valencianischen Parlaments für eine konservative Regierung sind die 40 Abgeordneten der PP wie die 13 der Vox. Die absolute Mehrheit im Parlament sind 50 Abgeordnete.
Der Präsident der valencianischen Generalität, Carlos Mazón, hat bereits mit dem Vorsitzenden der Partido Popular Alberto Núñez Feijóo gesprochen, der seinem Rücktritt zustimmt. Auch Albero Núñez Feijóo hat erkannt, dass es bei einer Neuwahl des Parlaments der Generalität Valencias keine regierungsfähige Mehrheiten für die PP geben wird, der Protest ist zu groß. Absicht von Mazón ist, den Präsidenten des Provinzrates von Valencia, Vicente Mompó als seinen Nachfolger zu ernennen. Auch eine vorzeitige Einberufung einer Wahl in der autonomen Gemeinschaft Valencia könnte den gesamten Wahlzyklus der PP verändern, der am 21. Dezember mit der Wahl in der Extremadura beginnt, in Kastilien und León am 15. März fortgesetzt und im Juni in Andalusien endet. Die PP kann bei dem derzeitigen Frust der Bevölkerung die Wahl in Valencia nur verlieren.
Inzwischen hat Mazón auch zugegeben, dass es am Nachmittag des 29. Oktober 2024 ein Fehler war, das Essen mit der RTVE-Journalistin Maribel Vilaplana um vier Stunden zu verlängern. In dieser Zeit ertranken Menschen in ihren Autos, Dörfer wurden von einer Flutwelle überschwemmt, ohne dass Mazón die Rettungskräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz mobilisierte, wie es seine Aufgabe ist.
Am ersten Jahrestag der Katastrophe am 29. Oktober, trafen sich Angehörige von Opfern, das Königspaar sowie regionale und nationale Politiker sich in Valencia trafen, um den Flutopfern zu gedenken. Als Carlos Mazón den Saal betrat, machten Angehörige ihren Zorn Luft, beschimpften den Präsidenten als Mörder, Feigling und Ratte, hielten Fotos der Toten hoch. Das bestimmte minutenlang die Szene.
Die Richterin Nuria Ruiz Tobarra leitet die gerichtliche Aufklärung. Es muss nun entschieden und bewiesen werden, welche Handlungen Carlos Mazón unterlassen hat, welche Rolle er bei der Katastrophe spielte. Die ehemalige Beraterin Salomé Pradas sagte bereits aus, dass sie Mazón über die DANA zweimal habe, nur er ging nicht ans Telefon.
Die DANA-Opfer verlangen 58 Milliarden Entschädigung von der Generalität für persönliche, moralische und materielle Schäden. Noch sind die Schäden an Häusern nicht behoben, verhindert soll auch werden, dass an Überschwemmungsgebieten erneut gebaut wird. Bis alle Schäden beseitigt sind, wird es noch Jahre dauern.
khw |
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Die zerstörende Kraft des Regens

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