25.11.2025
Nach dem Valle de Los Caídos soll die Franco Stiftung beendet werden

Die Toten im Valle de los Caídos, darunter auch der Diktator Francisco Franco, wurde umgebettet, das Tal in Valle de Cueigamuros umbenannt. Es war einmal das wichtigste Denkmal des Franco-Regimes, das vom Diktator konzipiert wurde. Es erinnerte an den militärischen Sieg im Krieg 1936 -1939, der nach dem Staatsstreich der Armee gegen die gewählte demokratische Regierung der Zweiten Republik am 18. Juli 1936 ausgelöst wurde, um seine Anhänger hier zu begraben.

Franco weihte es am 1. April 1959 dem zwanzigsten Jahrestag seines Sieges über die Spanische Republik, ein. Francos Eröffnungsrede festigte die national katholische Bedeutung des Denkmals, das sich in seiner Architektur, seinem ikonografischen Programm im religiösen und rechtlichen Rahmen bis 2022 ausdrückte.

Das Denkmal beherbergt 33.847 Kriegsopfer, von denen mehr als 12.000 nicht identifiziert sind. Sie wurden 2003 in Anwesenheit republikanischer Zivilisten in der Krypta entdeckt, die von Franco-Truppen hingerichtet und 1959 ohne Wissen und Erlaubnis der Angehörigen aus den Massengräbern hierher verbracht wurden. Über Jahrzehnte gab es keine neue Definition des Denkmals, so wurde das Valle de los Caídos zur Hochburg in der Erinnerung an das Franco Regime.

Das Gesetz 52/2007 legt fest, dass in Valle de Cueigamuros umbenannte Valle strengen Regeln die für Kultstätten und öffentliche Friedhöfe gelten, somit keine Handlungen und Verherrlichung des Bürgerkriegs, seiner Protagonisten und des Franco-Regimes mehr stattfinden dürfen. Auch legt das Gesetz 20/2022 fest, dass der Ort eine Anerkennung, des Gedenkens, der Erinnerung und der Ehrung aller Opfer des Spanischen Bürgerkriegs ist.

Nun trifft die spanische Regierung unter der Premierminister Petro Sánchez die Vorbereitung zur Auflösung der Franco-Stiftung, da diese gegen das Gesetz zur demokratischen Erinnerung verstößt. Die Stiftung verherrlicht das Putschregime, demütig die Opfer des Franquismus. In seiner Rede sagte Sánchez zum Todestag Francos, der sich am 20. November zum 50. Mal jährt, dass Schritte zur Auflösung der Francisco Franco Stiftung alles unternommen wird. Die rechtsextreme Organisation Fundación Nacional Francisco Franco (FNFF) wurde ein Jahr nach Francos Tod am 8. Oktober 1976 von 226 Personen vor dem Notar Alejandro Bérgamo in Madrid gegründet. Zweck der Stiftung ist Verbreitung und Förderung des Studiums und des Wissens über das Leben, das Denken, um das Vermächtnis und das Werk von Francisco Franco Bahamonde in seiner menschlichen, militärischen und politischen Dimension. Auch über die Errungenschaften in seiner Amtszeit als spanisches Staatsoberhaupt, Generalkapitän und General der Armeen. Wie die Förderung und Entwicklung von Bildung, wissenschaftlicher und technischer Forschung und anderen kulturellen Aktivitäten. Die Stiftung hat auch den Auftrag das Archiv von Francisco Franco, das etwa 30.000 Dokumente enthält, darunter Gesetzesentwürfe mit handschriftlichen Anmerkungen von Franco zu pflegen.

Die Präsidentschaft dieser Stiftung hatte Carmen Franco y Polo, Herzogin von Franco, Tochter von Francisco Franco im Jahr 1976 bis 2017, dem Jahr ihres Todes, inne. Seitdem ist D. Luis Alfonso de Borbón y Martínez-Bordiú, Urenkel von Francisco Franco, Ehrenpräsident der FNFF und Exekutivpräsident ist Generalmajor D. Juan Chicharro Ortega. Geleitet wird die Stiftung von 50 Mitgliedern der mehr als tausend Mitglieder dieser Stiftung.

Die Aktivitäten der Stiftung sind das persönliche Archiv von Francisco für den öffentlichen Zugang zu sicher, die Pflege der Bibliothek, Teilnahme an kulturellen und politischen Debatten über das heutige Spanien mit dem Ziel, das Leben und Werk von Francisco Franco das von ihm geschaffene Spanien hervorzuheben.

Diese Aufzählung zeigt, dass die Stiftung nicht das Ziel einer Aufarbeitung der Franc-Diktatur hat, sondern eine Glorifizierung dieser Jahre. Die Dokumente aus diesen Jahren gehören nicht in eine Stiftung, sondern unter staatlicher Kontrolle in ein Archiv des spanischen Staates. Das wäre ein weiterer Schritt in der Aufarbeitung der Franco-Diktatur.
khw

Im Bürgerkrieg zerstört



Flucht vor Francos Truppen aus Málaga im Februar 1937


Grafitti von Rechts und Links an einer Wand


Valle de los Cíados